
| Isola dei Pescatori |
Mit dem unverwechselbaren Umriss eines altertümlichen Dorfes, das trotz des Vergehens der Zeit relativ unverändert geblieben ist, ist sie die malerischste der Borromäischen Inseln: der spitze Glockenturm ragt über die roten Dächer, die Häuser mit niedrigen Lauben blicken auf den See, und am Ufer liegen zahlreiche Schiffe.
Abends, wenn die Insel mit einer harmonischen Beleuchtung erhellt wird und sich in den ruhigen Gewässern des Lago Maggiore spiegelt, ist der Zauber noch größer. Diese Insel, wegen ihrer Lage nördlich von den anderen zwei Schwestern auch Obere genannt, hat ihren Namen von den Fischern, den pescatori, erhalten, die seit Jahrhunderten hier leben. Obwohl nur noch wenige Familien diese Tätigkeit heute noch betreiben, bewahrt die kleine Gemeinschaft weiterhin ihre Identität, die die Touristen mit ihren schlichten Häusern, den engen Gassen, den Steinportalen und den eindrucksvollen Unterführungen beeindruckt.
In der Kirche von San Vittore, die ein Nationaldenkmal ist, ist die originale Apsis mit Einzelbogenfenstern aus dem 11. Jh. zu sehen. Das später, mit dem Bau von Kapellen - der Jungfrau und dem Heiligen Herz gewidmet - erweiterte Gebäude, erreichte 1600 seine heutige Größe. Im Inneren befinden sich ein Fresko aus dem 16. Jh., auf dem die hl. Agathe abgebildet ist, diverse Gemälde aus dem 17. Jh. und die Holzbüsten der Apostel Peter und Andreas, Schutzheilige der Fischer.
Auf der Insel gibt es einige typische Läden und bekannte Restaurants, in denen man frische Fischgerichte kosten kann, die auch die Gaumen von bedeutenden Persönlichkeiten erfreuen.