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Boca
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Boca Boca Église de San Gaudenzio Boca Sanctuaire du Crucifix
 

Boca

Festung von Montalbano mit Fresken

Über einen Pfad, der durch die Weinberge führt, erreicht man den kleinen Ort Montalbano, der zu Boca gehört. Die Festung lässt an einigen Stellen noch eine Struktur aus dem 15. Jh. erkennen, ein Teil davon ist heute zum Restaurant umgebaut.

An den Wänden der Gebäudeflügel, die sich an den Zentralbau anlehnen und einen Innenhof bilden, kann man trotz des schlechten Zustands noch einige interessante Fresken erkennen. Dargestellt sind Szenen aus dem Alltag in der Festung. An den Wänden zum Innenhof hin ist eine Belagerung dargestellt: man erkennt Soldaten und Ritter mit Lanzen, Hellebarden, Hakenbüchsen und Kanonen, dazu einen Trommler, der seine Kameraden zum Sammeln ruft. Gleichzeitig versucht er, die Feinde abzuschrecken. Schließlich sieht man einen Pagen mit einem Essenskorb, der anscheinend zeigen will, dass das Leben in der Festung trotz der Belagerung ganz normal und ohne Nahrungsmittelknappheit weitergeht.

In der Lünette über dem Eingangsportal prangt das Wappen der Familie Brusati Cavallazzi und ein Bild, das für den Frieden wirbt: der Heilige Gaudentius inmitten von kleinen Engeln, die eine Krone, eine Blumengirlande und einen Weihwasserwedel halten.

Ein Kruzifix-Heiligtum

Diese majestätische Kirche wurde von dem bekannten Architekten Alessandro Antonelli im neoklassischen Stil entworfen. Antonelli hat, trotz seiner großen Karriere, seine Heimat nie vergessen. Die Kirche steht allein und etwas verloren abseits vom Dorf inmitten von üppigen Wäldern und Weinbergen an der Stelle einer Kapelle, in der ein Gemälde vom Kruzifix aufbewahrt wurde. Auf dem Bild fängt ein Engel das Blut des Erlösers in einem Kelch auf, darunter sind zwei Verstorbene abgebildet.

Das einfache Gemälde erfreute sich bei Durchreisenden einer großen Verehrung, die sich um die Mitte des 18. Jh. noch verstärkte, als man ihm die Heilung eines epileptischen Kindes und die Rettung eines Händlers zuschrieb, der in die Hände von Räubern gefallen war.Der Zustrom der Gläubigen machte den Bau einer neuen Kirche notwendig, aber auch die wurde bald zu klein für den immer noch wachsenden Andrang. Schließlich entschied man sich für einen weiteren Neubau, dessen Errichtung sich mit vielen Hindernissen von 1822 bis 1917 hinzog.

Die Fassade der Kirche wird von dem imposanten Portikus beherrscht, den man über eine weite Treppe erreicht. Innen empfängt ein 17 m hohes Tonnengewölbe den Besucher, das von einer einzigen Ordnung von Säulen getragen wird.

Der Bau ist nach wie vor ein bedeutendes Pilgerziel und hätte eigentlich noch größer werden sollen, vor allem im Hinblick auf Unterkünfte und Oratorien für die zahlreichen Priester, die für die Messfeiern hierher kommen. Leider reichten die finanziellen Mittel aus den Spenden der Gläubigen für ein so großes Projekt nicht aus.

 
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