Die Stadt Oggebbio mit ihren ca. 1.000 Einwohnern ist zwischen Cannero Riviera im Norden und Ghiffa im Süden an der piemontesischen Westseite des Lago Maggiore angesiedelt. Mit dem Namen Oggebbio werden 15 Dörfer bezeichnet, die hier - ganz verstreut in den Bergen, aber auch bis hinunter zum Seeufer - zu finden sind. Die Stadt liegt aber nicht auf dem Schwemmlandkegel des Flusses wie andere Städte. Über diesen 15 Dörfern liegen die so gennanten Sommerdörfer: acht Almen, die bis auf eine Höhe von 1.075 Metern reichen.
Noch fast am Seeufer, jedoch etwas zurückversetzt und oberhalb der Uferstraße liegt Gonte. Hier befindet sich der Gemeindesitz und steht auch die Pfarrkirche St. Peter, die sich rühmen kann, den mit 42 Metern höchsten Glockenturm des ganzen Verbano-Gebiets zu besitzen.
In der Nähe:Schon im 19. Jahrhundert zog das milde Klima Reiche und Berühmte an, die sich in Ufernähe prächtige Villen im Jugendstil erbauten. Die Villa Anelli mit ihrem herrlichen Garten ist berühmt für die Vielfalt ihrer Kamelien, und die Villa des Pascha Draneht, auch Villa del Pascià genannt, eines Würdenträgers aus dem Gefolge des Vizekönigs von Ägypten, ist heute ein Appartementhaus. Hier soll Giuseppe Verdi als Gast des Paschas zur Komposition seiner Oper Aida angeregt worden sein, die dann ursprünglich für die Eröffnungsfeier des Suezkanals 1869 gedacht war, allerdings nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte.
Heute findet man in den Dörfchen von Oggebbio viele Ferienvillen mit traumhaften Ausblicken über den mittleren Lago Maggiore und das gegenüberliegende Ostufer um Luino, Porto Valtravaglia und Laveno. Zahlreiche Wanderwege und kleine Sträßchen erschließen die Berghänge im Gebiet um Oggebbio.
Die Villa Margherita ist in jüngster Zeit aufwendig zu einem wunderschönen Luxushotel ausgebaut worden. Sie verfügt über lauter individuell eingerichtete Zimmern und zählt zu den schönsten Hotels zwischen den Städten Ascona und Stresa.