Ein wertvolles Tal, wenn man allein an die Goldminen von Pasterna denkt, die jedoch zwischenzeitlich geschlossen worden sind. Das Anzasca-Tal, wahrscheinlich das schroffste und härteste Tal im gesamten Ossola-Gebiet, wird vom Wildbach Anza durchflossen. Durch es verläuft auch eine Straße, die hin zum majestätischem Amphitheater des Monte Rosa führt. Dieses Tal ist ein Muss für all diejenigen, die die Natur entdecken bzw. wieder entdecken wollen. Die Einwohner legen hier großen Wert auf ihre Traditionen und architektonischen bzw. künstlerischen Hervorbringungen. Macugnaga ist Ausdruck einer kleinen unberührten antiken Welt und gleichzeitig auch ein moderner Fremdenverkehrsort. Es ist eine Ortschaft, die ihre Identität sowie ihre architektonischen Eigenschaften bewahren konnte und somit zu einem Beispiel für die Verschmelzung von Natur, Tradition und Modernität geworden ist.
Elf schneebedeckte pyramidenförmige Gipfel, deren Felsen an den Himalaya erinnern, bilden den berühmten Monte Rosa. Ein 4634 m hohes Gebirge, dessen Name sich von dem Wort roise herleitet, das so viel wie Gletscher bedeutet. Wer das atemberaubende Panorama von hier aus genießen will, kann den Sessellift zum Belvedere benutzen. Im Morgegrauen streicht die Sonne über die immer weißen Gipfel und taucht Felswände, Schluchten und Gletscher in ein orangefarbenes Licht.
Der Monte Rosa wird für Ausflüge, Ski, Bergsteigen, Trekking und Paragliding genutzt. Für jeden Geschmack gibt es hier die passende Umgebung: die in 3000 m Höhe gelegenen Pisten des Monte Moro mit allen Schwierigkeitsgraden, die Eiswände, an denen man – ebenfalls auf verschiedenen Levels bis in den März hinein klettern kann, und ein Gebiet am Monte Moro, das eigens für Snowboardfreunde geeignet ist und auch für diese reserviert wird. Für Wanderexperten empfiehlt sich eine Route durch die Ossola-Täler: bei 400 km langen Wegen in 25 Etappen bleiben sicher keine Wünsche offen.
Hinderbalmo ist der Name einer Ansammlung von Hütten und Almhöfen auf einer Höhe von 1950 m oberhalb von Macugnaga. Rechts des Pfades, der hier herauf führt, trifft man etwa 500 m vor der Hütte auf einen großen, wie ein unregelmäßiges Trapez geformten Felsblock, auf dem an einigen Stellen in den Felsen eingeritzte Zeichen zu sehen sind. Auch wenn die typischen kreuzförmigen Zeichnungen fehlen, hat man es hier möglicherweise mit den Spuren von durchziehenden Pilgern aus dem Vallese zu tun. Aber auch das Panorama verdient Würdigung: Man steht hier direkt vor dem atemberaubenden Massiv des Monte Rosa, von dem alle Gipfel zu sehen sind - vom Gnifetti bis zum Gran Fillar! Auf der Rückseite des Felsens, der wie ein Amphitheater halbkreisförmig angelegt ist, sind sechs Wasserfälle zu sehen, die sich auf spektakuläre Weise vom Gipfel des Roffel und des Corno Rosso ins Tal stürzen. Unten im Tal liegen die Trümmer der Steinlawinen, die jedes Jahr vom Monte Rosa herabstürzen.
In der Ortschaft Fornarelli, nicht weit vom Museum Walserhaus, befindet sich die Goldmine von Guia. Die über einen Zeitraum von mehr als zweihundert Jahren - von 1710 bis 1946 - hinweg betriebene Mine darf sich stolz die erste Mine in Italien nennen, die zu kulturellen Zwecken wieder geöffnet worden ist. Am Eingang kann man die kleine wasserbetriebene Quecksilberamalgam-Mühle bewundern, die dokumentiert, wie man in den 20er und 30er Jahren das Gold vom tauben Gestein schied. Die Arbeit des Minenarbeiters war ohne Zweifel äußert schwer, sowohl wegen der niedrigen Temperaturen im Inneren der Mine, etwa 9 Grad, als auch wegen der erforderlichen Arbeitswerkzeuge und –techniken. Die Goldmine ist für kostenpflichtige Führungen gut ausgerüstet, bei denen man echte goldführende Pyritadern zu Gesicht bekommen kann: für Besucher geöffnet ist die Goldmine zwischen Juli und September; in den anderen Monaten sind Besuche nur nach Voranmeldung möglich.
Öffnungszeiten : vom 1. Juni bis zum 18. September, von 9 bis 11:30 Uhr und von 14 bis 17:30 Uhr
Località La Guja, Frazione Borca
Tél: (+39) 0324 65570
minieradoro@libero.it
Pour plus d’informations : Goldmine von Guia