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Domodossola
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Domodossola

Historische Altstadt Domodossola

Domodossola ist aus der antiken Stadt Oscela Lepontorum hervorgegangen, der Hauptstadt der Leopontii, die später zur römischen Provinz wurden. Der heutige Name leitet sich vom altertümlichen Domus Oxulae ab - einem Namen, der dem Ort nach dem Durchbruch der christlichen Religion im Valle Ossolana verliehen wurde. Domus Oxulae wurde für die gesamte Region zum Zentrum des Christentums. Ihre Öffnung nach außen leitete die Stadt mit dem Bau der napoleonischen Simplon-Straße, 1805, mit der Eisenbahn 1888, und 1906 mit dem Tunnel ein, der einen Übergang zum Gebiet der Schweiz schuf. Aufgrund ihrer strategischen Lage wurde die Stadt wiederholt belagert und beschädigt und verlor auf diese Weise einen großen Teil ihrer wichtigen historischen Zeugnisse. Trotz dieser widrigen Umstände hat der ursprüngliche mittelalterliche Stadtkern seinen Reiz bis heute bewahrt, angefangen bei der typischen Piazza Mercato, dem dreieckig angelegten Marktplatz, auf dem hier jeden Samstag Markt abgehalten wird. Ein malerisches Ereignis, das nach wie vor zahlreiche Touristen anlockt, auch aus der benachbarten Schweiz.

Wenn man durch die verschlungenen Gässchen des Stadtzentrums geht, kann man entweder die Laubengänge aus dem 14. und 15. Jh. oder die Häuser mit ihren typischen Balkonen bewundern. Von besonderem Interesse ist die Via Briona mit dem gleichnamigen Turm aus der Zeit um 1300. Aus dem vierzehnten Jahrhundert stammt der im Renaissance-Stil errichtete Palazzo Silva, der 1519 von dem Heerführer Paolo della Silva erweitert wurde. Das Innere des Gebäudes birgt bedeutende Schätze und wartet mit einer überaus schönen steinernen Wendeltreppe auf, die die einzelnen Etagen miteinander verbindet. Im Außenbereich verdienen die verschiedenen Einfassungen Beachtung, die durchweg in Marmor aus Crevoladossola ausgeführt wurden.
Von den Kirchen verdient die Stiftskirche Erwähnung, die auf Überresten eines romanischen Baus neu aufgebaut wurde, von dem nur das Portal erhalten geblieben ist. Die Stiftskirche beherbergt zahlreiche Gemälde der Schule von Ossola, von denen vor allem die Werke von Lorenzo Peretti und Mattia Borgnis Beachtung verdienen.

Eine weitere Kirche romanischen Ursprungs ist die Kirche S. Francesco, die zu in einen Palast umgestaltet wurde, der heute als Museum und Sitz der Fondazione Galletti dient. In diesem werden originelle Schätze wie etwa das erste Flugzeug des Alpenüberfliegers aus dem Jahr 1910 aufbewahrt. Weitere Zeugnisse aus früheren Zeiten sind im Stadtviertel Motta zu finden. Der Name Motta leitet sich von dem Wort monticello ab; mit diesem Wort wurden hier Sandwolken bezeichnet, die sich nach Hochwassern des Wildbaches Bogna bildeten, auf dessen Schüttkegel sich die Stadt Domodossola befindet. Mittelpunkt des Stadtviertels Motta ist die Piazza Fontana mit ihrem – der Name verrät es bereits – prächtigen achteckigen Brunnen. Für Liebhaber der Malerei ist ein Besuch der Kapelle S. Carlo Pflicht; hier ist das dem Maler Tanzio da Varallo zugeschriebene Werk Der Heilige spendet den Pestkranken die Kommunion neben den Fresken des Heiligen Bergs von Varallo zu bewundern.

Pfarrkirche von Trontano

Knapp oberhalb 500 m Meereshöhe liegt dieses kleine, geschichtsträchtige Zentrum. Einer alten, tief verwurzelten Legende zufolge soll Trontano der Geburtsort einer einzigartigen Gestalt des Mittelalters in Piemont überhaupt gewesen sein: des Ketzers Fra Dolcino. Wie die in der Umgebung gefundenen, prähistorischen Felseinschnitte beweisen, haben sich hier schon sehr viel früher Menschen aufgehalten. Das bedeutsamere künstlerische Zeugnis von Trontano ist jedoch die Pfarrkirche Santa Maria, die aus der Zeit um 1100 stammt und zwischen dem 16. und 17. Jh. erweitert wurde. Die Kirche hat eine schöne romanische Fassade, die mit in Holzeinlegetechnik gefertigten Ornamenten verziert ist. Im Inneren sind noch die Fragmente der Fresken aus dem frühen 12. Jh. zu sehen.

Masera - Kirche S. Abbondio

Masera spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte des Valle Ossola. Zwischen dem 14. und 15. Jh. gehörte es zusammen mit Trontano, Beura und Cardezza zu den so genannten Quattro Terre, die sich unabhängig von Domodossola selbst verwalteten und von Konsuln regiert wurden. Genau hier zerbrachen 1487 die Träume der Schweizer von der Herrschaft über die Täler des Valle Ossola: die Truppen der Sforza schlugen die Invasoren zurück, die sich anschließend, nach einer endgültigen Niederlage bei Crevola, gänzlich zurückzogen.

Der Ortseingang nach Masera vom Taleingang des Valle Vigezzo markiert das alte Kloster S. Abbondio, das auf einem Felsblock errichtet wurde und gut an seinem romanischen Campanile aus dem 11. Jh. zu erkennen ist, der restauriert wurde. Die Kirche war früher an einen Orden von Bettelmönchen angeschlossen, die hier zwischen dem 10. und 11. Jh. gelebt haben. S. Abbondio ist wegen seines reinen Stils eines der kostbarsten romanischen Baudenkmäler des Valle Ossola.

 
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