Das größte Naturschutzgebiet im Piemont, das im Jahr 1992 eingerichtet wurde und das größte Naturwildnisgebiet in ganz Italien schützt heißt: Parco Nazionale della Val Grande. Es umfasst den größten Teil des Bereiches Oberer Lago Maggiore. Der Nationalpark befindet sich zwischen dem Val d‘Ossola, dem Val Vigezzo sowie dem Lago Maggiore in der Provinz Verbania.
In kaum einem anderen europäischen Naturschutzgebiet hat sich die Natur so gut erhalten, wie in diesem. Daher ist er auch für seine wilde, ursprüngliche Landschaft bekannt und beliebt. Insgesamt umfasst das Naturschutzgebiet eine Größe von rund 15.000 Hektar Fläche, die ihrerseits 13 Kommunen berührt. Für Naturliebhaber und Wanderer bietet der Nationalpark viele schöne Wanderrouten an. Buchen, Erlen und Kastanien gehören hier zur typischen Vegetation. Gämsen, Rehe, Murmeltiere und Marder leben in diesem Naturschutzgebiet. Auch Adler sind mit etwas Glück zu beobachten. Der wichtigste Ort des ganzen Naturwildnisgebietes ist Cicogna. Nicht weit von ihm entfernt liegen auch die berühmten Steinbrüche von Candoglia, aus denen u. a. Marmor für den Bau des Mailänder Doms gewonnen wurde.
Dieser altertümliche Saumpfad mittelalterlichen Ursprungs verbindet bis heute den Ort Cossogno mit dem kleinen und malerischen Bauerndorf Cicogna. Zugleich bildet er einen der Zugangswege zum Nationalpark Val Grande. Einst ein wichtiger Verbindungsweg für den Lebensmittel- und Holztransport nach Verbania, ist er heute ein faszinierendes und interessantes Ausflugsgebiet. Von Cossogno aus, wo man eine charakteristische Brücke aus der Römerzeit bewundern kann, folgt man einfach den Markierungen eines Wanderweges, der in den dichten, natürlichen Laubwald eintaucht, dann am Bergbach S. Bernardino entlang führt, und schließlich auf hübsche und traditionsreiche Votivkapellen trifft. Auch an Ruinen und Almweiden führt dieser Weg vorbei, die alle zusammen den ganzen Zauber einer fernen Welt und einer fernen Zeit bewahrt zu haben scheinen. In Cicogna angelangt, das zum Nationalpark Val Grande gehört, lohnt sich ein Abstecher zur nahen Alpe Prà.
In weniger als einer Stunde bequemen Fußmarschs gelangt man zu einem einzigartigen Aussichtspunkt, von dem aus sich ein effektvolles Panorama über den Lago Maggiore und die benachbarten Berge bietet. Hier, neben dem Pfad zur Hütte des Alpenvereins, fällt ein beinahe rechteckiger Felsblock auf, dessen Scheitelpunkt talwärts zeigt und der an der Oberfläche etwa dreißig kupellenförmige Einschnitte aufweist, die teilweise untereinander mit kleinen Rinnen verbunden sind. Der Pfad ist bequem zu begehen und bis Munchio gut ausgeschildert. Dieses Teilstück der Straße gehört zum Naturpfad und ist ein entsprechend gut erschlossenes Gelände; das anschließende Wegstück Richtung Cicogna sollte dagegen nur erfahreneren Wanderern vorbehalten bleiben.
Weitere Informationen : Parc Val Grande