Die Spuren der altertümlichen Kultur von Golasecca sind zahlreich und augenfällig an beiden Ufern des Ticino, z. B.in der Gemeinde von Castelletto Sopra Ticino. Mit dem Ausdruck Golasecca wird die Kultur bezeichnet, die sich in der frühen Eisenzeit in diesem weiten Gebiet entwickelte, das von den Flüssen Sesia im Westen, Serio im Osten, Po im Süden und im Norden von den Alpen umgeben war. Die wichtigsten Niederlassungen befanden sich in der Gegend der Stadt Como und an den Ufern des Ticino.
Die ersten Ansiedlungen entstanden am Fluss und verbreiteten sich dann ins Hinterland; zahlreiche Nekropolen von einzelnen Familien oder Clans sind in den Gebieten entdeckt worden, in denen aus Ansammlungen von Bauernöfen Gemeindevororte wurden. Während der traditionellen Trauerfeier wurden die Leichen eingeäschert und die Asche wurde in mit Schüsseln zugedeckten Terrakotta-Urnen begraben, und je nach Rang des Verstorbenen kam eine mehr oder weniger reiche Ausstattung dazu.
Auf einigen dieser Gräber befanden sich Steinkonstruktionen und in den öffentlichen Gärten des Parks Giovanni Siviglia kann man die originalgetreue Nachbildung einer Grabstätte mit Steinkreisen sehen.
Die Pfahlbausiedlung von Mercurago war zwischen einer fortgeschrittenen Phase des Antiken und des Späten Bronzealters aktiv, das heißt vom 18. bis zum 13. Jh. v. Chr. Im Torf auf dem Grund des Lagone haben sich viele Gegenstände aus Holz, Metall, Keramik und Stein über Jahrhunderte erhalten. Zu den berühmtesten zählen einige primitive Holzräder, die in zwei Typen auftreten: der erste Typ passend zu einem schweren Transportwagen, der zweite Typ mit Speichen ist einem leichten, von Pferden gezogenen Wagen zuzuordnen. Wahrscheinlich handelt es sich bei letzterem um einen Kriegswagen, der sich in Norditalien mit Anfang der Mittleren Bronzezeit in der Zeit um 1600 v. Chr. verbreitet hat.
Entlang eines thematischen Rundweges kann man im Park Grabstätten von Golasecca aus der Eisenzeit, römische Grabstätten und Reste einer römischen Siedlung besichtigen. Weitere Wege von historischem Charakter sind mit Ausstellungstafeln versehen und verbinden den Park mit den umliegenden Gemeinden. Die an den Lagoni entdeckten Fundstücke werden im Archäologischen Museum von Arona oder dem Antikenmuseum in Turin aufbewahrt.