Von allen Städten des östlichen Seeufers besitzt einzig das am Rande einer tiefen Bucht gelegene Laveno einen natürlichen Hafen. Aufgrund des Fähranschlusses nach Verbania sowie der Eisenbahnverbindung über Varese bis nach Mailand entwickelte sich die Stadt in den 80-er Jahren des 19. Jh. zu einem bedeutenden Warenumschlagsplatz. Im Zuge dessen siedelten sich hier diverse Industriezweige an, von denen besonders das Keramikgewerbe zu erwähnen ist.
Unerlässlich ist natürlich auch in Laveno ein Spaziergang entlang der schönen Seepromenade, die an Fest- und Markttagen unzählige Besucher anzieht. In Ufernähe befindet sich auch das aus dem 19. Jh. stammende Zentrum, dessen Gebäude eine bunte und abwechslungsreiche Kulisse bilden. Etwas weiter oberhalb erreicht man auf einem Hügel den älteren, im 17. und 18. Jh. entstandenen Kern des Städtchens. Neben der Kirche Santi Giacomo e Filippo steht hier die Villa De Angeli Frua, in der sich das Rathaus befindet. Der zur Villa gehörende Garten wird heute als Parco pubblico, als öffentlicher Park, genutzt. Ein nicht nur bei Drachen- und Gleitschirmfliegern äußerst beliebtes Ausflugsziel ist der Gipfel des 1062 m hohen Sasso del Ferro. Mit einer Luftseilbahn gelangt man auf die nahe Bergspitze, von wo aus sich ein wunderbarer Ausblick auf den See und das sich dahinter erhebende Monte-Rosa-Massiv bietet.
Zeugnis der einstigen Keramikproduktion gibt das Museo della Ceramica in einer kleinen Ortschaft namens Cerro, die ebenso wie Mombello mittlerweile zu Laveno gehört. Das interessante Museum ist im sehr schönen, aus der Spätrenaissance stammenden Palazzo Perabò untergebracht. Ebenfalls einen Besuch wert ist das an den Hängen des Monte Nudo gelegene Künstlerdorf Arcumeggia. Mitte des 20. Jh. schmückten einige berühmte Künstler die Außenmauern der Häuser dieses alten Ortes mit eindrucksvollen Fresken. Fährt man dagegen von Laveno aus in Richtung Norden, ist bald die malerische Ortschaft Caldè erreicht. Das kleine Dorf mit seinen am Ufer gelegenen Fischerhäusern ist – wie einige andere Orte, die zwischen dem Lago Maggiore und den umliegenden Hügeln angesiedelt sind – Teil der Gemeinde Castelveccana. Sich noch weiter nordwärts, in Richtung Luino orientierend, trifft
man auf den lebhaften Ort Porto Valtravaglia. Seine kleine Seepromenade ist von Platanen gesäumt, außerdem hat sich seine Altstadt mit Gebäuden aus dem 17. und 18. Jh. gut erhalten. Sehenswert sind darüber hinaus die Pfarrkirche Parrocchiale dell’Assunta sowie das nahegelegene Oratorio di San Rocco.