Villa Giulia und Park

Verbania
Legende
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Anreise

Mit dem Auto: Die A 26 an der Ausfahrt Verbania verlassen, auf der SS 34 nach Verbania-Pallanza weiterfahren und der Beschilderung folgen.
Mit dem Zug: Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Verbania-Pallanza. Die Weiterfahrt zum gewünschten Ziel erfolgt mit dem öffentlichen Nahverkehr.

About

Die Geschichte der Villa Giulia steht in engem Zusammenhang mit der Unternehmerfamilie Branca. Bernardino Branca – Erfinder des berühmten Magenbitters Fernet-Branca – ließ das Gebäude 1847 errichten. Sein Sohn widmete es seiner Frau Giulia und erweiterte den Besitz zum See hin. 1879 brach eine der Hauptstützwände ein und riss dabei eine majestätische Treppe mit sich, deren Reste noch heute während der Trockenperioden auf dem Seegrund zu sehen sind.

Daraufhin beauftragte der Cavalier Branca den Mailänder Architekten Giuseppe Pirovano mit der Aufarbeitung des Projektes und der Sanierung des Besitztums. Zunächst wurden ein eindrucksvolles Eingangstor und ein kleiner Hafen errichtet, über diesem dann eine Terrasse mit einer Laube und ein Garten im englischen Stil, inklusive einiger künstlicher Grotten. Die Erweiterung der dem See zugewandten Fassade um etwa 10 m, ihre Verschönerung mit Loggien und Säulen auf allen Stockwerken und der Bau einer großen runden Terrasse als krönender Abschluss stellten weitere Veränderungen und Ergänzungen dar. 1904 ließ Giulia, die inzwischen verwitwet und mit dem Grafen Melzi d’Eril erneut verheiratet war, Jugendstilelemente in die Inneneinrichtung einfließen. Im Dezember 1932 kaufte der Verkehrsverein die Villa mit dem Ziel, dort ein Spielkasino sowie einen Treffpunkt für Nicht-Ortsansässige einzurichten.

Und so wurde die Villa Giulia zum Kursaal. 1955 wurden zwei großzügige Säle eingerichtet – der eine im Souterrain und vom Garten aus zugänglich und der andere auf der Ebene der Beletage, für Vorträge, Ausstellungen und Konzerte gedacht. Vier Jahre später kam es zu einer Umgestaltung des kleinen Hafens, was die Entfernung der künstlichen Grotten zur Folge hatte und außerdem dazu führte, dass das Hafenbecken bei hohem Wasserstand nicht mehr zugänglich war. Nachdem die Region Piemont 1987 die Übertragung der Villa an die Stadt Verbania verfügt hatte, ist sie heute Sitz des Forschungszentrums für Zeitgenössische Kunst und beherbergt regelmäßig Kunstschauen und andere Ausstellungen.