Allgemein
Kunst - Kultur
Natur
Sport - Relax
Geniessen
Fotos
Valle Antrona und Bognanco
Valle Antrona
Dieses wildeste Tal der drei Ossola-Täler ist wohl nicht das berühmteste, aber ohne Zweifel das abgeschiedenste. Diesem besonderen Umstand ist es zu verdanken, dass die Valle Antrona bis heute ihren natürlichen Charakter fast unverändert bewahrt hat. Charakteristisch für die von der Gletschererosion geformte Landschaft sind vor allem die zahlreichen Alpenseen.
Die jahrhundertalte Weiden und traubenförmig angeordneten Dörfer sind hier Zeugnis einer archaischen Welt - und gleichzeitig ein lebendiges Geschichtsbuch. Allein um die 16 km Weiden und Wälder prägen diese wilde Landschaft. Das Wasser des Ovesca Wildbaches durchfließt das Tal, aber es gibt hier auch den Antrona-See, 1.073 ü.d.M. gelegen. Er wurde von einem Bergrutsch verursacht, welcher um 1600 einen Teil der Ortschaft Antronapiana zerstörte.
Wirklich einzigartig ist die typische Bauweise in den Dörfern, die im Tal verstreut liegen und in denen sich Sitten und Gebräuche erhalten haben, die in anderen Gegenden der Alpen längst in Vergessenheit geraten sind. Wer durch die Straßen von Montescheno, Viganella, Seppiana und Antronapiana geht, trifft noch auf Öfen, in denen man nach wie vor sein eigenes Brot backt, und auf charakteristische Wohnhäuser, wie sie für die Alpenregion typisch sind. Typisch für die Ortschaften im Tal sind auch die alten Weinpressen eine von ihnen stammt aus dem Jahr 1745 und ist nach einer Restaurierung auch heute noch in Gebrauch. Sie steht in Antronapiana. Villadossola, eine Ortschaft, die hauptsächlich aufgrund ihres aktiven Kulturzentrums La Fabbrica (die Fabrik), bekannt worden ist, lohnt ebenfalls einen Besuch.
Die Quellen von Bognanco
Bognanco liegt in der Nähe von Domodossola in der Val di Bogna am gleichnamigen Fluss und ist ein obligatorisches Ziel für Trekkingfreunde. Die Landschaft ist bezaubernd und vielfältig und bietet damit optimale Bedingungen für Ausflüge. Ihren eigentlichen und ganz besonderen Reichtum aber machen die Quellen aus. Die heilende Wirkung dieses Wassers wurde bereits 1863 entdeckt, als der Priester Tichelli eine Quelle fand, die sechs Jahre später nach Untersuchungen durch den Gelehrten Albasini im ganzen Land bekannt wurde.
Das mittelstark mineralhaltige Wasser der Quelle von Ausonia hat eine beruhigende Wirkung auf den Magen, den Zwölffingerdarm und die Nieren. Dann gibt es die Quelle von San Lorenzo mit ihrem bikarbonat- und magnesiumhaltigen Wasser, das für Erkrankungen der Leber, der Galle und des Verdauungsapparates eingesetzt wird. Das Wasser der Quelle von Santa Gaudenziana, nur schwach mineralhaltig, wird gegen Gicht und chronische Erkrankungen der Harnwege verwendet und beugt Verkalkung vor.
1893 wurde mit dem Bau von Hotelanlagen begonnen, um die von überall kommenden Kurgäste aufnehmen und versorgen zu können. Und so wurde aus dem kleinen Ort ein Magnet für Besucher, der mit immer neuen therapeutischen Einrichtungen und Leistungen aufwartet, wie z.B. mit einer Aerosol-Therapie, Kohlensäurebädern und Brunnenkuren. Auch ein Institut für Physiotherapie wurde hier gegründet, in dem Massagen, Inhalationstherapien, Bäder, Hydromassagen und Saunen angeboten werden.

