Die Ossola-Taeler

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Valle Vigezzo - Druogno

Altstadt von Druogno

Der sonnendurchflutete Ort Druogno geht bereits auf keltische Zeit zurück, wie schon der Name zeigt, der übersetzt Dorf der Eichen bedeutet: an die keltische Wortwurzel Dru wurde die lateinische Genitivendung –ium gehängt. Einige Funde deuten auf die Anwesenheit von Menschen in prähistorischer Zeit hin, wie z. B. die mit tiegelförmigen Zeichen versehenen Felsen der Campra-Alm. Heute wird hier vor allem Weidewirtschaft betrieben.

Die barocke Pfarrkirche hat einen imposanten Glockenturm und ist dem Heiligen Silvester, dem Schutzpatron der Stadt gewidmet. Das Tonnengewölbe ist mit Fresken von Carlo Mellerio di Craveggia aus dem Jahr 1674 verziert.

In der Rosenkranzkapelle kann man ein Gemälde mit dem Heiligen Antonius Gothardus Maes besichtigen, das im Jahr 1685 in Antwerpen entstand und der Kirche von Auswanderern geschenkt wurde. Die Kapellen S. Giuseppe, Madonna delle Grazie und Sacro Cuore zeigen alle drei wertvolle Altarbilder von Francesco Zamboni, während der Chor mit Fresken von Giacomo Rossetti aus dem Jahr 1799 geschmückt ist. Interessant ist auch das Pfarrhaus mit Gemälden von Giuseppe Maria Borgnis, der auch die profanen Darstellungen auf dem Kamin - oben auf dem Abzug prangt das Familienwappen - und an Decke und Wänden malte. An der Decke sieht man eine allegorische Darstellung der Weisheit, ganz nach dem Geschmack der Gebildeten zur Zeit des Späbarock.

In Druogno sollte man auch den Ortsteil Coimo besuchen, der für hervorragende hausgemachte Produkte bekannt ist. Berühmt ist hier das schwarze Roggenbrot von Coimo, das immer viele Abnehmer findet.