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Naturschutzgebiete
Naturpark Pian dei Sali
Der Park besteht aus einer erholsamen Umgebung, die von mit Mischwald bestandenen Hängen umrahmt wird. Die Gipfel am Horizont bilden schon die Grenze zur Schweiz. Die etwa anderthalb Hektar große Hochebene bietet einen Natur-Lehrpfad, einige Teiche, ein Feuchtgebiet, einen Picknickplatz, einen Sportplatz, einen geologischen Lehrbereich und eine menschliche Sonnenuhr, die die Zeit mit dem Schatten eines Menschen anzeigt. An Tieren kommen hier Rehe, Gämsen und Hirsche vor. Der Park ist zwischen Frühling und Herbst geöffnet.
Das Naturschutzgebiet Macugnaga
Im oberen Anzasca-Tal, in dem sich die Hänge zur majestätischen Ostwand des Monte Rosa bis auf 2500 m hinaufziehen, liegt dieses erste Schutzgebiet der Provinz. Es wurde 1969 mit Unterstützung der Jägerverbände eingerichtet, die an der Wiedereinführung des in der Alpenregion fast völlig ausgestorbenen Steinbocks interessiert waren.
So kam es, dass sich in nur wenigen Jahren die aus dem Parco del Gran Paradiso hierher überführten Exemplare so stark vermehrten, dass sie inzwischen neben dem Anzasca-Tal auch das angrenzende Antrona-Tal bevölkern. Das ganze Schutzgebiet umfasst ein Gebiet von 2750 Hektar und kann auf einem ringförmigen Wanderweg besichtigt werden, auf dem man einen Tag lang unterwegs ist.
Wer weniger Zeit hat, kann - etwa mit dem Belvedere-Sessellift - eine kleine Runde durch diese faszinierende Bergwelt mit ihren vielen seltenen Tierarten drehen Murmeltiere, Hermeline, Adler, Rebhühner, Gämsen und Steinböcke können hier mit etwas Glück angetroffen werden.
Weitere Attraktionen sind Überquerungen über die Moränen und über den Belvedere-Gletscher, was auch ohne Bergsteiger-Ausrüstung möglich ist. Die Pflanzenwelt des Vorgletschers und die geologischen Besonderheiten des Lago delle Locce und des Lago Effimero sind ihrerseits schön anzusehen.
Der Tenso-Wald
Dieses für den Umweltschutz wertvolle Gebiet liegt linksseits des Flusses Toce und eignet sich mit seinen breiten und gut gepflegten Wanderwegen, mit seinen Wegweisern und didaktischen Schautafeln sehr gut für einen Besuch. Bereits in Urkunden aus dem 16. Jh. finden sich Hinweise auf die große Bedeutung dieses Gebiets als Holzreserve für die Bevölkerung und zugleich als Schutz der landwirtschaftlichen Anbauflächen gegen das Hochwasser des Flusses. Das Gebiet ein WWF-Umweltschutzgebiet erstreckt sich über rund 23 Hektar und wird von Hainbuchen, Eschen, Linden, großen Eichbäumen und Sträuchern wie Pfaffenhut, Weißdorn, Geißblatt und Holunder bedeckt.
Interessant ist auch die Flora, die entlang des Flusslaufs gedeiht. Was die Fauna betrifft, so lassen sich hier viele verschiedene Vogelarten ausmachen, darunter der Reiher, die Amsel, der Flussregenpfeifer, der Grünspecht und der Rotspecht. Manchmal zeigen sich auch Füchse, Hasen, Dachse, Eichhörnchen und Rehe. Ferner gibt es eine aus Röhricht errichtete Beobachtungsstation.
In nahe gelegenen Premosello Chiovenda befindet sich das Besucherzentrum des Nationalparks Valgrande.

