Die Ossola-Taeler

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Schneewandern

Wie einst die Einwohner in der Arktis ...

Schon in früherer Zeit wurden spezielle Schneeschuhe von den Einwohnern der Arktis, die dort für Monate ausharren mussten, dazu verwendet, sich im Tiefschnee fortbewegen zu können. Es war eine einfache, aber effiziente Ausstattung und Art der Fortbewegung, die leicht erlernbar war und mit der man nur oberflächlich in den Schnee einsank. In den letzten Jahren ist diese alte Technik in der Alpenregion wieder in Mode gekommen, wo sie schon fast nicht mehr eingesetzt wurde. Vor allem Jäger und Waldarbeiter, aber auch die alpini während des 1. Weltkrieges nutzten diese speziellen Schneeschuhe, um sich fortzubewegen.

Heute wird Schneewandern verstärkt unter sportlichen Aspekten gesehen und für winterliche Schneetouren durch die Berge und Täler der Ossola-Region angeboten. Und diese Form des Wanderns findet immer mehr Anhänger. Um diese Technik auszuüben, muss man weder ein guter Skifahrer sein, noch speziell trainiert sein. Es reicht, sich einfach nur daran zu gewöhnen, mit großen Schuhen zu laufen und mit zwei Ski-Stöcken die Bewegungen auszubalancieren. Die Wanderwege, die im Sommer stark frequentiert sind, sind im Winter leer und verschneit und werden nur von Tieren gekreuzt, die hier ihre Abdrücke hinterlassen. Wenn man sich ruhig verhält, kann man diese Tiere mit etwas Glück beobachten.

Tourvorschläge

Eine besonders leichte Tour, die man mit den heute aus Plastik bestehenden Schneeschuhen unternehmen kann, beginnt in Santa Maria Maggiore, führt von dort aus in das Val Vigezzo, dann weiter in Richtung Crana auf 852 m Höhe. Hier kann ein kleines Kirchlein mit Fresken von Tanzio da Varallo besichtigt werden. Nach einigen Kurven gelangt man auf die Straße von Scarliccio, die in das Tal von Cortino führt. Auf einer Höhe von 1259 m stößt man auf die Kapelle d‘Orello.

Nach dieser Kirche überquert man eine kleine Brücke und befindet sich schon auf der Alpe Cortino, einer großen Alm. Im Sommer erreicht man von Cortino aus La Scheggia, von wo aus man La Colma d‘Arvogno und die Valle von Melezzo erreichen kann.

Einen weiteren schöner Ausflug mit Schneeschuhen stellt die Tour durch die Alpe Devero dar. Man startet hier auf einer Höhe von 1600 Metern und erreicht Crampiolo. Von dort folgt man einfach dem Wasserdamm. Hier kann man in der kalten Jahreszeit sogar den See mit Schneeschuhen überqueren, bevor man, dem Fluss folgend, nach Alpe Devero zurückläuft. Schneeschuhe können bei der Berghütte CAI C.na Castiglioni ausgeliehen werden.

Mit Schneeschuhen durch das Val Formazza

Für Liebhaber des Schnees, der unberührten Natur und atemberaubender winterlicher Panoramen stellt das Val Formazza ein wahres Paradies dar. An der Nordostseite der Val d'Ossola gelegen, ist das Tal berühmt für seine Schneemengen, für die Stille der Berge und einer Natur, die noch mehr oder weniger unberührt von Menschenhand geblieben ist. Deswegen zählt das Val Formazza in den Wintermonaten zu den beliebtesten Wintersportorten. Da es hier nur wenige Skilifte gibt, ist die Sportart Bergsteigen sowie Tiefschnee-Skifahren hier sehr verbreitet. Immer wieder wird man in dieser Zeit Menschen mit Schneeschuhen sehen, die hier über die vielen nutzbaren Wege laufen.

Von Riale, einem alten Walser-Bergdorf, das auf einer Höhe von 1750 Metern liegt, gehen zahlreiche Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsstufen ab. Einer der klassischen Abstiegsrouten ist die von der Berghütte Rifugio, in der man auch übernachten kann. Sie befindet sich auf einer Höhe von 2157 Metern. Von ihr kann man innerhalb von zwei Stunden den Monte Castello erreichen oder sich in Richtung des Gipfels vom Rupe del Gesso bewegen, der auf 2.434. Metern zu erreichen ist.

Die reiche Geschichte dieses Tals, die auch an den Steinhäusern abzulesen ist, wird hier zum idealen Hintergrund, für Ausflüge mit Schneeschuhen zwischen den vielen kleinen Almen und Weiden, die diese extreme Landschaft des Valle Formazza zu bieten hat.