Die beiden charakteristischen Kapellen des kleinen Dorfes Magognino stehen auf zwei Felsvorsprüngen entlang des alten Maultierpfades in Richtung Calogna.
Auf dem ersten Felsen ist eine kleine „coppella“ bemerkenswert – ein gerundeter, eingravierter Hohlraum, der bis heute Gegenstand der Forschung ist. Die Bedeutung der sogenannten Schalensteine gilt nämlich nach wie vor als nicht geklärt, auch wenn es zahlreiche Interpretationen gibt, die sie in Verbindung mit antiken religiösen Kulten sehen. Auf dem zweiten Felsen, auf dem die Kapelle San Grato errichtet wurde, kann man über 250 dieser Schalensteine bewundern. Sie alle sind zwischen 3 und 5 cm groß und haben eine durchschnittliche Tiefe von 2 cm.
Angesichts der Vielzahl an phänomenalen Fundstücken in einer so dominanten Lage oberhalb des Sees kann man davon ausgehen, dass dieser Ort schon in vorchristlicher Zeit eine Kultstätte war. Entlang desselben Maultierpfades, in der Nähe der kleinen Kirche San Paolo, und auf dem Weg, der von Stropino zum Motta Rossa ansteigt, kommen weitere interessante, vor allem schalensteinförmige Felsgravuren vor.
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