Die Val Toppa ist das Tal des Flusses Marmazza, ein Wildbach, an dessen Schwemmland-Ufer Pieve Vergonte liegt. Der Fund bedeutender Goldadern, die schon seit vielen Jahrhunderten abgebaut wurden, brachte zahlreiche Minen hervor, die die Geschichte und die Wirtschaft dieses Landstrichs prägten. Das Gold, das – ungewöhnlich für die Minen im Ossolatal – hier auch in gediegener Form vorkommt, wurde als Goldquarz abgebaut, mit Pyrit, Calciumpyrit, Bleiglanz und Pechblende.
Die Geschichte des Abbaus ist sehr vielfältig. Zum ersten Mal erwähnt werden die Stollen schon im 15. Jahrhundert. Der industrielle Abbau in den Minen begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch die “The Pestarena Gold Mining Co. Ltd” (1860-1894) gefolgt von der Firma “Fratelli Ceretti” aus Villadossola und der französischen Firma “Miniere di Cropino”. Im Jahr 1935 gingen die Schürfrechte schließlich an die Firma Rumianca. 1947 wurden die Minen endgültig aufgegeben. Zu Zeiten der “The Pestarena Gold Mining Co. Ltd”, hatten die Stollen in der Val Toppa (zu denen auch der zu besichtigende Stollen gehört) eine Gesamtlänge von gut 11 Kilometern.
Nach einer langen Zeit des Verfalls entschloss sich die Gemeinde Pieve Vergonte zu umfangreichen Restaurierungs- und Erhaltungsmaßnahmen und schuf das Ecomuseo Val Toppa, ein Besuchspfad, der es unter sicheren Bedingungen ermöglicht, den Stollen “Livello 2” in Alpe Fontan zu begehen. Außerdem wurde das Minenmuseum in Pieve Vergonte eingerichtet.
Die “Ca’ bianca”, in der Nähe von Alpe Fontan (800 m) wurde vor kurzem restauriert und ist Teil des Ecomuseum; hier kann man essen, übernachten oder Workshops durchführen. Von hier aus ist es nicht weit zum Eingang der Mine, von der ein entsprechend ausgestatteter Teil besichtigt werden kann.
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