Fürstentum Lucedio

Trino

Die Abtei von Lucedio, gegründet 1123 von Zisterziensermönchen dank der Unterstützung des Markgrafen von Monferrato, erfuhr im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Besitzerwechsel, die zu ihrer schrittweisen Zersplitterung führten, welche 1818 mit der von Prinz Camillo Borghese, dem Schwager Napoleons, angeordneten Teilung abgeschlossen wurde. Ab 1875 war der Komplex als Fürstentum Lucedio bekannt.

Sie gilt als die Wiege des italienischen Reisanbaus. Hier nahm das Grange-System Gestalt an, riesige landwirtschaftliche Betriebe, die durch Landgewinnungs- und Nivellierungsarbeiten entstanden. Ihre Lage entlang der Via Francigena machte Lucedio zu einem Zentrum von großer wirtschaftlicher und politischer Bedeutung, das im Laufe der Zeit von drei Päpsten besucht wurde.

Heute, nur wenige Kilometer von Trino Vercellese entfernt, ist die Abtei ein moderner landwirtschaftlicher Betrieb, der für Besucher geöffnet ist und immer noch eindrucksvolle mittelalterliche Merkmale bewahrt: die Abteikirche, der quadratische Kapitelsaal und der unverwechselbare Glockenturm, der oben achteckig und unten quadratisch ist.

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