Im oberen Anzasca-Tal, in dem sich die Hänge zur majestätischen Ostwand des Monte Rosa bis auf 2500 m hinaufziehen, liegt dieses erste Schutzgebiet der Provinz. Es wurde 1969 mit Unterstützung der Jägerverbände eingerichtet, die an der Wiedereinführung des in der Alpenregion fast völlig ausgestorbenen Steinbocks interessiert waren.
So kam es, dass sich in nur wenigen Jahren die aus dem Parco del Gran Paradiso hierher überführten Exemplare so stark vermehrten, dass sie inzwischen neben dem Anzasca-Tal auch das angrenzende Antrona-Tal bevölkern. Das ganze Schutzgebiet umfasst ein Gebiet von 2750 Hektar und kann auf einem ringförmigen Wanderweg besichtigt werden, auf dem man einen Tag lang unterwegs ist.
Wer weniger Zeit hat, kann – etwa mit dem Belvedere-Sessellift – eine kleine Runde durch diese faszinierende Bergwelt mit ihren vielen seltenen Tierarten drehen – Murmeltiere, Hermeline, Adler, Rebhühner, Gämsen und Steinböcke können hier mit etwas Glück angetroffen werden.
Weitere Attraktionen sind Überquerungen über die Moränen und über den Belvedere-Gletscher, was auch ohne Bergsteiger-Ausrüstung möglich ist. Die Pflanzenwelt des Vorgletschers und die geologischen Besonderheiten des Lago delle Locce und des Lago Effimero sind ihrerseits schön anzusehen.
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