Der romanische Glockenturm der Pfarrkirche St. Peter und Paul ist gut erhalten, die Kirche selbst wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Vor der hübschen Fassade aus Marmor, der von den Bergen rund um Crevola stammt, befindet sich eine Umfriedungsmauer mit einem an den Seiten mit vier Flachreliefs geschmückten Eingangsbogen.
Der Chorraum, dessen reichhaltige und wertvolle spätgotische Verzierungen an eine Adelskapelle denken lassen, ist das Werk des Architekten Ruffiner, der hauptsächlich im Wallis tätig war. Die wertvollen Glasfenster in der Rosette und den anderen vier Fenstern, die dem Chorraum Licht geben, werden dem Berner Glaskünstler Hans Funk auf der Höhe seiner meisterlichen Schaffenskraft zugeschrieben.
Die auf den Fenstern dargestellten Figuren zeugen von der Religiosität der Franziskaner, die sich in der Passion und der Eucharistie wiederfindet und in den Ossola-Tälern von den Brüdern des Stifts in Domodossola verbreitet wurde. Bezeugt wird auch die Religiosität, die aus den in den Bergregionen weit verbreiteten Volksbräuchen hervorging, wie zum Beispiel die Kulte um den Heiligen Rochus und den Heiligen Sebastian, die während großer Plagen angerufen wurden.
Dies gilt auch für den Heiligen Antonius, Schutzpatron der Herden und den Heiligen Christophorus, Beschützer der Wanderer. Zusätzlich zur Geschichte der herrlichen Peter und Paul Kirche erfährt man im Museum für sakrale Architektur in Crevoladossola auch vieles über die kunstgeschichtliche Entwicklung der sakralen Architektur in den Ossola-Tälern.
Das Museum befindet sich im nahegelegenen Pfarrhaus und ist in drei Themenbereiche aufgegliedert: die Geschichte der sakralen Architektur, die Kirche und das Gebiet rund um Crevoladossola.
Hat Ihnen dieser Inhalt gefallen?
Teilen Sie es in Ihren sozialen Netzwerken!